Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
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Erster Gesang.

1.

Ich sing' den Führer und die fromme» Waffen,So des Erlösers großes Grab befreit;

Viel ward durch seinen Geist und Arm geschaffen,Biel bracht' auch die. Eroberung ihm Leid,Vergeblich war der Höllcnmacht Nufraffcn,Vergeblich Asiens, Lybicns Volk ihm dräut.

Denn Gottes Kunst führt' zu den heil'gen FahnenZurück, die sich verirrt auf falsche Bahnen.

2,

O Muse, deren Stirn am HclikoneSich nie umlaubt mit welkem Lorbcerkranz,

Nein, bei den Sel'gen dort am HimmelsthroneVon Sternen strahlt, bekrönt im ew'gcn Glanz,Gieb, das, in mir ein himmlisch Glühen wohne.Erleuchte meine» Sang, vergicb, wenn ganzNicht deinem hehren Reiz die Verse dienen.

Und Wahrheit schminkend irdisch sich begrünen!

Du weißt, cs strebt die Welt dahin, wo lindeSüß schmeichelhafte Worte beut Parnaß,

Daß Wahrheit in des Verses süßer RindeLockt, überredet selbst den störr'gcn Haß.

So reichen wir Arznei dem kranken Kinde,

Des Kelches Rand benetzt mit süßem Naß;

Es trinkt nun so getäuscht die bitter» Säfte,Und Täuschung bringt ihn, neue Lebenskräfte.

Tasso, bcfr. Ierus. ,