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Zehnter Gesang.
46 .
Ich sag' es frei, obwohl in dessen BlickeDer Tod mir droht, den Wahrheit tief verletzt;Ich schaue schon des Schicksals Grimm und Tücke,Wie's feindlich unfern Todfeind auf uns hetzt;Nicht Kriegsvolk hindert, nicht der Mauern Dicke,Daß er auf diesen Thron sich niedersetzt.
Ich sprach es aus — der Himmel mag mich hörenDem Fürsten und dem Vaterland zu Ehren.
47 .
O kluger Fürst von Tripolis! Er bot
Den Franken Frieden um sein Reich zu retten!
Der trotz ge Sultan aber ist nun todt.
Wenn nicht sein Fuß in rauhen Sclavenketten,Und auf den Flächigen harrt die bittre Noch,
Um ihn in's schwerste Ungemach zu betten.
Doch opfernd einen Thcil von seinem GuteBlieb ihm der andre Theil ja durch Tribute.
48 .
So spricht er, läßt der Rede Sinn verschwimmenIn ungewissem Wort und hohlem Schein;
Denn offenbar für Zinsbarkeit zu stimmen.
Wagt er nicht recht vor Allen ganz allein.
Die Rede läßt den Sultan schwer ergrimmen,Der's schwer erträgt, verborgen noch zu sein.
Da spricht der Magier: wirst du es ertragen,
O Herr, daß Jener darf dergleichen sagen?
49 .
Ich — sagte der — nur wider Willen weilteIch im Verborgenen, voll Scham und Wuth —Kaum sprach er das, als sich die Wolke theilte.Die bis dahin auf jenem Paar geruht