Zehnter Gesang.
War an Verlust und Schmach und bittrem HuhneDer vor'ge Tag dem Reich und unserm Heer.
Es liegt das höchste Hüffen nun im Staube,
Nur an Egyptens Schaar hängt unser Glaube.
Wohl seht ihr bei solch' mächt'gcn UngewitternDie Hoffnung fern und die Gefahr erneut.
Darum entbot ich euch erlauchten Rittern,
Daß Jeder mir sein bestes Urtheil leiht. —
Er schweigt; und wie im Busch die Lüfte zittern,Macht sich im Saale leises Flüstern breit.
Im heitern Blicke des Vertrauens Fülle,
Tritt nun Argant hervor, und da wird's stille.
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Hochherziger König, — spricht mit SelbstvertrauenDer Ritter, dessen Muth stets kühn und groß —Warum versuchst du uns, und weckest GrauenIn uns, da doch das Schwatzen wirkungslos.
Ich sage dies: auf uns nur laß uns bauen.
Denn nimmer giebt der wahre Muth sich blos.
So sei er unser Schirm, und wie cr's lehrte.
Steh' unser Leben nicht zu hoch im Werthe!
So sprech' ich nicht, als käme fort und fortMir Zweifel, ob Egypten Hülfe sende,
Denn Frevel war' es, wenn des Königs WortIn meinem Herzen keinen Glauben fände.
Ich spreche nur, weil ich an manchem OrtGern träfe kübnern Geist und stärkre Hände,Die jedem Schicksal fest entgcgengchn,
Und Muthes voll dem Tod tn's Auge sehn. —