Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
261
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Zehnter Gesang.

Gelangen sie bis zu den Fclscnwänden,

Die, Zions Bcrgcsarm, der Westen grüßt.

Dort hält der Magier und zögert lange.

Als suchte er am steilen Felsenhangc.

2».

Es ist ein tiefer Schacht, vor dem sic stehen,

Im Felsen ausgchöhlt in frühster Zeit;

Doch ist der Weg verstopft durch Dorn und Schlehen,Geröll und Strauchwerk sperrt ihn weit und breit.

Der Magier schafft sich Raum, und einzugehenIn diesen Engpaß ist er bald bereit;

Die eine Hand greift vor, den Weg zu spüren.

Die andre muß Nicäas Fürsten führen.

sa.

Da spricht der Sultan: welch' ein Weg für DiebeIst dieser da? den soll ich mit dir gehn?

Ich kenne bessern, meines Schwertes HiebeSie zeigen ihn dir gleich, willst du ihn sehn. —

Drauf der: O sprödes Herz, voll heißer TriebNicht darf dein Fuß die dunkle Bahn verschmähn.Durch die Herodcs einstmals cingcdrungen.

Von dessen Ruhm noch voll sind Aller Zungen.

sw

Dem Volke aufzulegen seinen ZügelBrach jener König in den Bergcshanglind durch die Reihe fester FclsenhügelSich zum Antoniusthnrme einen Gang,

Auf dem er zu des alten Tempels Flügel,

Sooft er wollte, ungesehen drang.

Damit er heimlich mit den SöldnerschaarenVermochte aus und in die Stadt zu fahren.