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Fünfter Gesang.
Denn ihn laßt Amors glüh'nder Pfeil ganz kalt.Und kann des Herzens Rinde wund kaum machen.Der Nebenbuhler macht ihm keine Qual,
Und ihr zu folgen dünkt ihm völlig schaal.
Doch tief war ihm der Wunsch in's Herz gegraben.Für Dudo's Tod die Rache zu vollzieh«,
Und schmählich dünkt's ihm, soll das Leben habenNoch längre Zeit Argant, so frevelnd kühn.
Zum Theil auch muß ihn der Gedanke laben,
Der Glanz, der ihm gebührt, werd' ihm vcrlieh'n;Vom wahren Lobe, das er hat empfangen.
Hat süßer Klang sein Herz schon ganz befangen.
Er sprach alsdann zu ihm: den ersten RangWill ich ererben nicht, nein, ihn erjagen.
Wenn ich ihn mir durch Tapferkeit errang,
Was brauch' ich nach dem Sccpter dann zu fragen?Scheint euer Wahlrus mir ein guter Klang,
Und meiner Werth, werd' ich mich nicht versagen.Und daß ihr so erkennet meinen Werth,
Ich fühle mich dadurch sehr hochgeehrt.
IS.
Ich suche nichts, verschmähe nichts; doch binIch Führer einst, wähl' ich dich zum Genossen.Drauf geht Eustach bedacht, wie er den SinnDer andern lenkt, zu dem, was er beschlossen;Allein Gernand strebt auch zur Herrschaft hin,Armida's Pfeil wird fruchtlos da verschossen.
Denn sein von Ehrsucht angeschwelltes HerzLockt nimmermehr der Liebe Reiz und Scherz.