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1 (1854)
Entstehung
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Fünfter Gesang.

16 .

Gcrnand entsproß von Norwegs Königsthrone,

Um den viel Länder unterwürfig stch'n.

Und stolz auf manchen Sceptcr, manche Krone,

Der Ahnen Erde, sieht man ihn sich bläh'n,

Rinald ist stolz auf eigne Kühnheit, ohneZu schau'n auf Tbaten, so vor ihm geschehen;

Obgleich auch seine Ahnen manch' JahrhundertIm Kriege so, als Frieden hat bewundert.

17.

Allein der fremde Herr, dem in der Welt

Nichts gross erscheint, als Gold und Herrschaft eben.

Der jede Tapferkeit für wcrthlos hält.

Strahlt sic vom Diademe nicht umgeben.

Zürnt, daß Rinald sich ihm entgegcnstclltUnd gegen sein Verdienst wagt anzustrcbcn.

Und läßt durch blinden Haß sich so verleiten.

Weit jedes richtige Maß zu überschreiten.

IS.

Nun schleicht ein böser Geist'der tiefsten Hölle,

Der bei ihm sieht den Zugang leicht und frei.

Sich leis' in seines Busens tiefste Stelle,

Und ködert ihn durch list'ge Schmeichelei,

Und stachelt ihn und lässet stets die Quelle,

Des Hasses und des Zornes sprudeln neu.

So daß in ihm erwachet eine Stimme,

Die also spricht in ungefügem Grimme:

io.

Es kämpft mit dir Rinald; wie kann cr's wagen.

Gibt seiner Ahnen Zahl ihm solch' ein Recht?

Er will dir gleich sein; nun, so soll er sagen,

Welch' gleich ihm zinsbar ist, welch' Volk sein Knecht;

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