Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
107
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Des großen Vaters größerer Sohn fürwahr.

Dem höchster Waffenprcis schon ward als Knabe,Wer ist'S in unsrer ganzen kühnen Schaar,

Der würdig nun sich weiht dem Hcrrscherstabe?Ich, der ich Dudo nur gehorsam war.

Weil ich ihn ehrt' als Greisen, nah dem Grabe,Ich, Gottsricd'S Bruder, sehe keinen hier.

Dem nach ich stehen möchte, außer dir.

Dich, dem an Adel keiner überlegen,

Deß Ruhm weit Heller, als der meine gleißt;

Den Gottfried selbst im Kampf als besten DegenSich selber minder achtend schätzt und preist;

Zum Führer wünsch' ich dich, kommt nicht gelegenDir, daß man dich des Weibes Kämpen heißt.

Dich, denk' ich, macht der Ruhm nicht lüstern grade.Es führt der Weg durch nächtig duilkle Pfade.

11.

Zu hohen Ruhmes Glanz fehlt deinem DegenAn diesem Ort nicht die Gelegenheit,

Und ich will machen, bist du nicht dagegen.

Daß jeder deiner Wahl die Stimme leiht,

Doch weiß ich nicht, wie ich mich soll bewegen.

Im Herzen Zweifel, Unentschlossenheit,

Drum rathe mir, soll ich bei dir verweilen.

Soli ich die Nitterfahrt Armidens theilcn?

12.

Hier schwieg Eustach, doch eh' dies Wort verhallt.Schaut man sein Antlitz glühend Roth entfachen;

Der Liebesgluth, von der er überwallt.

Schaut jener Andre zu mit stillem Lachen.