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Gelindigkeit gegen Kinder und Untergebene ist Frucht ei-nes schweren Entschlusses; Schärft hingegen thcilt von selberder Zorn mit.
Ein ganzes Haus hängt vom Haustyranncn ab; einEinfall verbittert Fünfen das Leben oder den Tag.
Denke und gewinne dir ein noch nicht erlebtes Lebenvoll recht langer häuslicher Liebe, welches du aber nicht denersten, besten Kleinigkeiten und Aufwallungen opfern darfst.
Du hast ja nur Eine Minute Enthaltung und Bezwin-gung nöthig, um ein ganzes seliges Leben festznhaltcn, anstattdaß Ein Rachcwort Monate zerfrißt.
Nur Einen Menschen beglückt zu haben, wie C—: wieköstlich! Aber zum Beglücken gehört Leiden, Erdulden, Ver-zeihen, nicht bloßes Geben oder Genießen.
Je mehr du sie eines größten Glückes werth hältst, destomehr thue und leide für sie. Es ist ein Großes, einen sol-chen Menschen beglückt und geliebt zu haben, zumal da erso sehr die Liebe zu fühlen und zu achten weiß.
Wie hoch wäre die fremde Liebe zu steigern durch fort-gesetztes Werben um sie!
Es kommt nur daraus an, welche Janusscitc eines ge-liebten Wesens man sich eben vorhält.
Wie Winckelmann täglich eine halbe Stunde zum Be-schauen seines italienischen Frohseins anssetzte: so sollte einMann täglich oder wöchentlich eine halbe Stunde zum Ueber-rechncn und Erwägen der Tugenden seiner Frau oder seinerKinder, seiner Freunde fcstsetzcn, um ihre Vollkommenheit sichnicht erst bei ihrem Tode in Einen Brennpunkt zusammcnzu-drängen. — Ost genug sonst gebrauchen wir dieses Zusam-mendrängen in Einen Punkt, nchmlich um uns nach einer