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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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hei der Gründung desvaterländischen Museums,"letztem bei der desMorgcnl'lattes," dessen Eröffnungs-rede er schrieb, 1806. Zu den mancherlei Verbindungen ähn-licher Art, in welche er sehr gegen Wnnsch und Willen gezo-gen wurde, weil sie ihu von Ausarbeitung größrcr Werkeabhielten (z. B. mit Friedrich Schlegel, sür dessendeutschesMuseum"), kam in dieser Zeit auch die mit den Heidel-berger Jahrbüchern, sür welche er unter dem ZeichenFrip" eine Folge von Reccnsionen schrieb, die später in derkleinen Bücher sch au neuredigiert zusammengcstellt wurden;so wie die in Zeitschriften und Almanachcn zerstreuten Aussätzejener Zeit in der Herbstblumiue vereinigt find.

Will man übrigens Stimmung und Richtung Jean Paulsin jener Zeit aus wenigen Worten kennen lernen, so sind csjene im Mai 1808 an Otto geschriebenen:

Mein Inneres ist jetzt starr, trocken, kalt; der Frühlingund all seine Sternenhimmel haben mir nichts an; ich bleibestarr-kalt, bis das große Welt- (Europa-) Spielgewonnen ist. Dieß hält mich indeß nicht ab denn csspornt mich an zum All-Besten mit Einzel-Kräften feu-rig mitzuwirkcn. Welchen die Zeit nicderschlägt, der richtezuerst sich wieder aus und dann diese mit. Wenn die Viel-heit der Teufel etwas vermag, so noch mehr die der Engel.Noch mehr sag' ich; denn die menschliche Natur gibt zehnEngeln das Ucbergewicht über hundert Teufel. Denn wäredieß nicht, so wäre bei der Ueberzahl der Schwachen undDummen und Schlimmen längst die Menschheit eingesunken/anstatt gestiegen."

Wie diese Denkweise die Liebe zu Jean Paul in Vielenseiner alten Freunde befestigte, und ihm viele neue gewann.