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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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beseelt von dem Muthe, ungebeugt jedem Unglück, jeder Ge-fahr entgegen zu treten. Eine Zeitlang kämpfte die Bewun-derung der Größe Napoleons in ihm mit der Empörung sei-nes deutschen Herzens; als aber das Schicksal Deutschlandsimmer unzweideutiger wurde, als sich die Bessern zusammen-thaten zu fester Vereinigung gegen die wachsende Gewalt, datrat auch Jean Paul dem höhern Tugendbunde bei und wirktefür die deutsche Sache mit Wort und That. Für die Mensch-heit hätte er gern die Deutschheit gegeben; als aber beideeinen Feind hatten, wandte er sein Auge wider diesen. Nurin den Jammergesang der Verzagten stimmte er so wenig, alsin den Aufruf zum Franzosenhaß. Am wenigsten hatte dieFurcht vor Vernichtung Deutschlands Raum in seinem Herzen..Geschichte, Geschäfte, ein philosophisches rechtes, ein poeti-sches linkes Auge und die Ahnung und Pflege der sittlichenWelt" ließen ihn durch den Schleier, der vor der Zukunst lag,dringen; von seiner Höhe überblickte er alle Zeiten und alleVölker, sah ihren unaufhaltsamen Fortgang und überließ esden Geistes-Wilden, die Sonnenfinsterniß für Weltuntergangzu nehmen.Was sind Aussichten Deutschlands, oder Euro-pas? die auf ein Jahr oder ein Jahrhundert? Man darfeben keine Zeit nennen und meinen, sondern nur die ewigenNaturgesetze, welche jetzt ja schon hinter uns in der Geschichtethronen und reden."

So empfand und dachte Jean Paul für Deutschland, fürdie Welt; und so konnte er nicht schweigend seine Wege zie-hen neben den Begebenheiten, die die Herzen der Zeitgenossenerschütterten, empörten oder brachen: er ward zum politischenDichter. Fragen wir aber, was ungebeugt und aufrecht durchalle seine politischen Schriften geht, so ist cs die Hoffnung.