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Aus Jean Paul's Leben
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sich au ihu angcschloffcn, sehen wir einen sehr cigcnthümlichcnCharakter, einen Jüngling voll Feuer, Talent, Kenntniß undgroßer Herzensgute: dieß war Paul Emil Thicriot, eintüchtiger Philolog und ausgezeichneter Violinspieler, durch eineursprüngliche Scelcnbrüdcrschast zu Jean Paul getrieben (des-sen Handschrift sogar der (einigen zum Verwechseln ähnlichte),und sein herzlichster Verehrer und Freund durch das ganzeLeben. Leider hat dieser vorzügliche Mann die seinen Fähig-keiten entsprechende Laufbahn nicht gefunden und obwohl alle,die ihn gekannt, ihre Liebe ihm bewahrt haben auch über dasGrab, so war doch die Stelle, die er vor demselben einnahm,weder sehr glänzend, noch sehr grün. Er starb am 20. Jan.1831 als Vorstand einer Erziehungsanstalt in Wiesbaden.

Während Jean Paul sich so von Liebe und Achtung um-ringt und aus eine Höhe gestellt sah, zu der er selber cmpor-zublickcn von jeher gewohnt war, fühlte sein Herz nur um sodringender daS Bedürfniß nach Menschen über ihm. AußerHerder lebte vornehmlich noch ein Mann, zu welchem ihn in-brünstige Verehrung und Dankbarkeit zog: daS war FriedrichHeinrich Jacobi. Und so schrieb er an ihn am 13. Oct.1798:

Vereintester Lehrer meines Innersten! So oft dieses inder Philosophie einen Feind antrifft, so denk' ich an Sie alsan den königlichen Beschützer seines Glaubens und will meinSchreiben nicht länger verschieben .... Sic können ausmeinen Werken nur wenig crrathcn, wieviel mein Herz undmein innerer Tag dem Ihrigen schuldig ist. Und wie michdie jetzige UiZn pleni, der transsccndcntc FohiSmus, der gernjeden Welten- und Komctcnkcrn in einen Nebel zcrtrciben will,traurig und beklommen macht: so erhebt mich wieder jedes

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