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Aus Jean Paul's Leben
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doch vergoss' ich leider immer über dem schönen GeninS, derSie begleitet, den mächtigen, durch den Sie herrschen."

Aus diesen Brics reiste Jean Paul nach Weimar.

Die Umstände, unter denen Jean Paul Weimar sah, wa-ren viel zu außerordentlich, als daß diese Ncisc nicht einenentschiedenen Abschnitt in seinem Leben hätten machen müssen.Sic ward nach seinem eignen Wort dieBergstraße in seinerLcbcnslanfbahn, die eine neue Welt in ihm anfing." Aus demDunkel seiner bisherigen Verhältnisse, in welche die wohlwol-lende Theilnahmc einiger wenigen wenig oder nicht bekanntenMenschen nur eben die ersten Lichtstrahlen des Entzückens ge-sendet, trat er plötzlich in den Feuerschein eines Nubmcs, wieer ihn nie gcahnet, und sah sich da, wo nur größtes VerdienstGeltung haben konnte, mit Lob und Liebe völlig überschüttet.Ucberwältigend war der Eindruck des Glücks, aber nichtfür sein Herz: Erblieb, wie er verheißen, nicht ein beschei-dener, sondern ein dcmüthigcr Mann.

Am 11. Juni 1796 war Jean Paul in Weimar ange-kommcn. Durch Frau v. Kalb, die er zuerst besuchte, war erüberall angcmcldct. Alle wollten den wunderbaren Menschensehen; alle Herzen schlugen ihm entgegen; die Herzogin AMa-li a batte an allen Thoren Anstrag gegeben, seine Ankunft ihrsogleich zu melden, und lud ihn alsbald zu sich und beglückteihn mit den Zeichen der wärmsten Theilnahmc und Bewunde-rung. Ein H. v. Ocrtel, Bruder des Leipziger Freundes,nahm ihn ohne Weiteres als Gast in sein Hans und bot allesauf, ihm seine Liebe zu beweisen. Kurz die Bewegung warallgemein und gewaltig, und unberührt blieb keine Stelle amdeutschen Parnaß, als allein sein in die ewige Ruhe der Eis-region ragender Doppclgipscl: Göthc und Schiller.