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nein! fuhr er fort, als er einige Blätter des Manuscripts ge-lesen hatte, das begreife ich nicht, das ist noch über Göthe!Das ist ganz was Neues!" Seine darüber verwunderten Brü-der wollten nun gleich etwas davon lesen; aber: „Nicht also,gab er ihnen zur Antwort, das ist etwas auf den ersten Pfingst-tag." Und nach Verlaus von zwei langen Tagen las er ih-nen dann auf einem kleinen Obscrvatorio, das er sich überseiner Wohnung hatte errichten lassen, zur Feier des Festesdie Anserstchungszene Gustavs vor. Auch war dicß das erste,was er seiner Braut vorlas. Sie hatten ihn überhaupt sol-len lesen hören. Aber wie er dieß las, so las er nie."
Hiermit war ein Wendepunkt in den äußern Verhältnis-sen Richters cingetrctcn. Je kalter aber die Aufnahme gewe-sen, welche er bis dahin in der Welt gesunden, nm so wär-mer, ja überschwänglicher war nun sein Dank gegen das ersteZeichen der Liebe. Er schüttete sein ganzes Herz vor Moritzaus, er rollte ihm das Bild seines Lebens auf und meinteans der Stelle zu ihm fliegen zu müssen. Nun schickte er auchnoch das „Leben des vergnügten Wuz" nach Berlin,daß es der unsichtbaren Loge bcigcfügt werde; und als hier-aus Moritz schrieb: „Der Wnz Geschichte versaßt hat, ist nichtsterblich! — Wir werden und'müssen uns bald sehen. Ihnensind hier mehr Herzen eröffnet, als Sic wissen und glauben,"und als zu den Worten der Liebe auch die Thaten kamen undRichter für seine Arbeit den ersten bedeutenden Ehrcnsold durchMoritz erhielt, und er eine 'Nolle von hundert Ducatcn in denSchooß der erstaunten armen Mutter legen konnte, da gab csschwerlich einen glücklicheren Menschen ans der Erde, und ge-wiß keinen für sein Glück dankbarern.
Der Verleger der unsichtbaren Loge war Matzdorff in