jede Pariser Dame so gut auswendig kann, wie die irdischeMythologie, den ^Imnnuc ro^nl.
Da ich nicht weiß, ob Sic oder das Schicksal mir dieErlaubniß an Sie zu schreiben, die ich mir mit zu vieler Zu-dringlichkeit genommen, jemals wieder geben werden, so trenn'ich mich von Ihnen, geliebter Freund, dessen Gange der Ideenich soviel verdanke, wie seinen Ideen, und dessen Geschichte so-viel, wie sein Denken lehrt, — mit allen den Wünschen, diein einem Leben, das eine Fortschreitung in halben Tönen ist,die einzige erleichternde Sprache des so oft Hintergangenenliebenden Herzens sind. Die Wolke des Lebens ziehe lang-sam und schimmernd und mit sanften Thranen über Ihr Hauptund entblöße spät den Himmel, der ans der zweiten Welt liegt,die so weit im Hintergründe ist und kaum die Parallaxe einerTerzie hat.
Indem Sie auf dem steinigenden und blitzenden Aetna desLebens stehen, sei es Ihr Trost und meiner auch, daß wir dar-auf die Sonne schöner kommen sehen.
I. P. F. N."
Nach soviel vergeblichen Versuchen war die Hoffnung Rich-ters auf den Erfolg dieser Sendung nicht sehr groß. Um sogrößer war die Ueberraschnng, als er als Antwort folgendezwei Briefe erhielt:
„Berlin den 16. Juni 1792. Mit der nächsten Postschreibe ich Ihnen! Lassen Sie mich aber, mein Thcnerster,Ihnen noch heute aus der ganzen Fülle der Empfindung sa-gen, daß was ich in Ihrem Werke gelesen habe, mich entzückthat! Der Ihrige Moritz."
„Berlin den 19. Juni 1792. Und wenn Sie am Endeder Erde wären, und müßt' ich hundert Stürme aushalten.