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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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backcnes Brod, für ungesund ansehen; ich würde meinen Armso sehr ansstrecken, bis er so lang wäre als der weltliche.

Ich mußte diese Präservationsknr mit Ihnen vornehmen,um Ihnen künftighin den Vorwurf des Atheismus abzugcwöh-ncn, ans den ich Sie, wie Ihnen jeder Jurist beweisen kann,injurinruin belangen kann. Lassen Sie mich meinen Weg gehen,auf dem ich die Wahrheit untersuche, liebe und vertheidige,nicht weil sie Akzidenzien abwirft, sondern wcil's Pflicht ist.Lassen Sie mich glauben, daß diese Welt nur für die Nach-ahmung Gottes und Christi und erst die künftige für die ge-naue Kenntniß derselben ist, und daß Einer, der lieberChristi Gottheit beweiset, als seine Lehren vollstreckt, einemBauern gleiche, der den ganzen Tag untersucht, ob sein Herrvon achtem Adel wäre, übrigens aber ihm weder Liebe, nochGehorsam gewährt, und glauben Sie endlich, daß ich nur IhreIntoleranz, aber weder Sic noch Ihren Stand hasse, der dervcrehrungswürdigste und gemißbranchteste aller Stände ist.

Ich bin natürlicher Weise Ihr re. R."

Nur zu einer Familie trat Richter in Verlaus dieser Zeitin freundschaftliche und gesellige Beziehung, zu der vonSpan-genberg aufVenzka, bei welcher er häufig mit Büchern und zumusikalischen Unterhaltungen einkehrte, ein Umgang, aufdem einganz ungetrübter Schimmer der Heiterkeit und Gemüthlichkcitruht. Literarische Verbindung hatte er angeknüpft mit Ar-chenholz, dem er einige Beiträge für seine Literatur- undVölkerkunde sandte; mit Herder, an dessen Stelle indeß, daer nach Italien gereist war, seine Gattin mit der ihr eigenenAnmuth, Güte und Gewandtheit die Antwort gab und dasschöne Verhältniß einleitete, das später zur beglückenden, dasLeben überdauernden Freundschaft sich gestaltete.