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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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Meine guten Wünsche begleiten Sic. Daß Sie unter IhremStudieren meiner nicht vergessen, daß Sic mit mir in Brief-wechsel stehen werden, darf ich kaum bitten. Ich kenne IhrenVerstund ich kenne Ihr Herz Aber an mein Herz ha-ben Sie auch mit Ihrem guten schönen Dank empfindlichgeschlagen: dieß habe ich Ihnen noch zu guter letzt von Rchaunach Schwarzenbach zu schreiben.

Sie können noch dereinst mehr Verdienst um mich haben, alsich gegenwärtig um Sie gehabt habe. Heben Sic diese Weissa-gung ans. Und so noch einmal leben Sic denn wohl!"

Als ältester Sohn eines Geistlichen mehr als aus eignerEntschließung dem Berufe des Vaters zugewcndct, besuchteRichter in Leipzig zuerst thcologichc Kollegien, zugleich aberauch, innerem Antriebe folgend, philosophische und mathemati-sche. Bon seinem dortigen Aufenthalt, von seinen Lehrern undStudien, und von seinen äußerlichen Zuständen gicbt er selbstin Briefen an den alten Rector Werner in Schwarzenbach undan den Pfarrer Vogel ausführlichen Bericht.

Dem crstern schrieb er:

Ich bin gesund hier angclangt. Die Stadt ist schön,wenn man eine Stadt schön nennt, die große Häuser undlange Gassen hat für mich ist sie noch einförmig. Unddie bcrrlichc Gegend, die Sie mir versprachen, die find' ichum Leipzig herum nicht. Uebcrall ein ewiges Einerlei,keine Thäler und Hügel völlig entblößt von dem Reize,der mir die Gegend, wo Sie noch wohnen, sonst so angenehmmachte. In vielen Sachen ist cs so hier, wie Sie mir vor-ansgcsagt haben, in andern aber ist cs anders. Für 18 Pfen-nige kann ich zu Mittag essen. Ferner: beim Rektor ClodinsHab' ich die Iuskripzion ganz geschenkt bekommen und ebenso