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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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wissen Zeit darstellt, den ich jetzt sür Thorheit halte, weilich das Glück nicht habe, noch derselbe Thor zu sein.

So frühzeitig erhob Jean Paul sich über sein Gefühl,ohne die Wärme oder Kraft desselben im mindesten zu schwä-chen, so wie er, ohne die angcbornc Liebe zu den Menschen zukränken, den Blick für ihre Thorheitcn schärfte und die Ucbelder Welt durchschaute, und diese doch ans voller Seele alsQuelle der Freuden priest. Und diesen Grund legte der Jüng-ling zu einer Zeit, als der erbittertste Feind des Lebens, äu-stere Noth, mit Ungestüm auf ihn cindrang. Am 17. April1779, also kurz nach seiner Ankunft in Hof, hatte er seinenVater durch den Tod verloren. Der Mutter waren, außer ih-ren fünf Söhnen, von denen der Gymnasiast der älteste, nurSchulden als Erbschaft geblieben. Die Grostältcrn, bei denenFritz (so hieß I. Paul daheim) wohnte und von deren Un-terstützung die Mutter ganz abhängig geworden war, starbenbald hintereinander; über die ohnehin nicht sehr bedeutendeErbschaft erhob sich ein Prozeß mit Verwandten, die sich ver-kürzt glaubten, der das kleine Erbgut fast aufzchrte, und sobrach über Richter Armuth und großes äußeres Elend herein,vor deren aufreibenden Wirkungen er sich nur durch ununter-brochene geistige Thätigkcit und durch die Freudigkeit, mit derer ihr ergeben war, bewahrte.