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wenn er sich diese Mängel wcgdächte, ein höheres Ideal bil-den könnte.
Augnst 177!).
Uebcr Narren und Weise, Dummköpfc und Genie's.
Narren und Dummköpfe — diese Benennungen bezeich-nen nicht ein und ebendieselbe Sache, ob sie gleich oft miteinander verwechselt werden. Ihre Verschiedenheit läßt sichleicht entdecken.
Der Dummkopf ist das bedauernswürdige Geschöpf, des-sen Geist nie mehr als eine geringe Anzahl Ideen saßt undder, tief in Finstcrniß verhüllt, nie durch die Strahlen derWahrheit erleuchtet wird; der Dummkopf ist der Polype zwi-schen Menschen und Thiercn. — Der Narr ist dich allesnicht: die Meisten sind Narren, weil sie zuviel wußten odermehr, als ihnen zuträglich war. Sie verstehen viel, abereben weil sie es übel anwcnden, werden sic zu Narren. DerDummkopf wird geboren; der Narr gemacht. Der Dummkopfkriecht wie die Schnecke so langsam, weit ist er aus dem Wegeder Wahrheit zurück und unfähig weiter zu kommen. Er hatvielleicht den rechten Weg; aber ist cs auch zu bewundern,daß der, der kaum einige Schritte vor's Thor hinaus ist,nicht irre geht? Der Narr ist voraus; aber er hat den rech-ten Weg verlassen, irrt ohne Leitfaden. Der Dummkopf istnicht gleich zu erkennen, denn er hat cs mit dem Weisen ge-mein, wenig zu sagen und sich nicht leicht zu entdecken. Ostnimmt er auch die Maske des Weisen an, wie der Esel dieLöwenhaut; — beiden steht ihr Anzug nicht; aber nur derScharfsinnige entlarvt sie. Der Narr hingegen wird gleichsichtbar, denn er hat ein eignes Kennzeichen'an sich, das ihn