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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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blüht es nicht noch heute fort, bis an diese Feder heran nndans ihr heraus?

Es war, wie gesagt, der erste Kuß, nnd zugleich, wie ichglaube, der letzte dazu, wenn ich nicht absichtlich, da sie nochlebt, nach Schwarzenbach verreisen und da einen zweiten ge-ben will. Wie gewöhnlich nahm ich während meines ganzenschwarzenbacher Lebens mit meiner telegraphischen Liebe vor-lieb, welche noch dazu ohne einen antwortenden Telegraphensich erhalten und beantworten mußte.

Aber wahrlich, niemand tadelt die Gute weniger als ich,wenn sie damals schwieg, oder jetzo noch nach ihres Man-nes Tode; denn ich mußte mich später iw sremdes Liebennnd Herz immer langsam hinein reden; es half mir nichts,daß ich sogleich mit fertigem Gesicht nnd allem außen schonda stand; allen diesen körperlichen Reizen mußte später erst dieFolie der geistigen von mir nntcrgclegt werden, damit sic ge-nugsam glänzten nnd blendeten und zündeten. Aber dießwar eben das Fehlerhafte in meiner unschuldigen Licbezeit,daß ich, ohne Umgang mit der Geliebten, ohne Gespräche nndEinleitung, ihr bei meiner dürren Außenseite aus einmal dieganze Liebe hervor gefahren zeigte und kurz daß ich ordentlichals der Judenbaum vor ihr stand, der ohne den Umschwcifvon Acstcn nnd Blättern in der Blüte dasteht.

Scherz mit dem Rektor.

Da die Schraubgenossenschaft *) wußte, daß er in derSchule die Zeitung las und in seine Schulstubcnpredigtcnjede lebendige Gegenwart hincinzog: so schickte sie ihm von

*) Sie bestand aus de» Bekannten des Rektors, die sich gegen ihn

und unter einander Scherze, wie der erzählte, erlaubten.