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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
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wurde, und ein unterhaltendes Abwechscln, wie sie mir immerden Hof verbot und ich sie immer an den Hof ries, wal-tete vor.

Alle diese böslichenVerlaffungen (ckosertiones innlitiosne)konnten mir die Seligkeit nicht abschneiden, ihr täglich zu be-gegnen, wenn sie mit ihrem schneeweißen Schürzchcn undHäubchen über die lange Brücke dem Pfarrhansc entgegen lief,ans dessen Fenster ich schanete. Sie freilich zu erwischen, umihr etwas Süßes nicht sowol zu sagen, als zu geben, z. B.einen Mundvoll Obst dich war ich, so schnell ich auchdurch den Pfarrhos eine kleine Treppe hinab lief, um die Vor-bcilanfende unten im Fluge zu empfangen, meines Wissens nieim Stande. Aber ich genoß genug, daß ich sie vom Fensterans ans der Brücke lieben konnte, was, denk' ich, für michnahe genug war, da ich gewöhnlich immer hinter langen Sch-und Hörröhrcn mit meinem Herzen und Munde stand. Ferneschadet der rechten Liebe weniger als Nähe. Wäre mir ansder Venus eine Venus zu Gesicht gekommen: ich hätte dashimmlische Wesen, zumal da cs in solcher Ferne mit seinenReizen sehr bezaubernd wäre, warm geliebt und ohne Umständezu meinem Morgen- und Abcndstcrn erwählt znm Verehren.

Inzwischen Hab' ich das Vergnügen, alle, welche in Schwar-zenbach blos ein wiederholtes Joditz der Liebe erwarten, ausihrem Jrrthum zu ziehen und ihnen zu melden, daß ich cs zuetwas brachte. An einem Winterabende, wo ich meine Prin-zcssinstcuer von süßen Gaben schon vorräthig hatte, der ge-wöhnlich nur die Einnchmerin fehlte, beredete mich dcrPfarr-sohn, der unter allen meinen Schulkameraden der schlechtestewar, mich znm verbotnen Wagstücke, während ein Besuch desKaplans meinen Vater beschäftigte, im Finstern das Pfarr-