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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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kreis hinausragend, wie ich zum Scherze in einer Note *)tausend erfinden wollte, daß ich lieber im Ernste wünschte, einfreier jugcndkcnnender Mann setzte sich hin und schriebe un-geachtet der besten Gedanken und Ausarbeitungen, die er sonstliefern könnte, vor der Hand weiter ilUhts als, nach Maß-gabe der unzähligen Disposizionen über die Sonntagtexte, einBändchen voll bloßer Prcisansgabcn für Lehrer, welche dieseeinzig und allein dadurch zu lösen hätten, daß sie unter ihnenerwählten, nm sic den Schülern anszugcben.

Noch besser als alle Ausgaben sind vielleicht gar keine;der Jüngling dürfe selber sich jedesmal die Materie wie eineGeliebte auslescn, für welche er warm und voll ist und mitder allein er das Lebendige zu erzeugen vermag. Lasset dochden jungen Geist nur ans einige Stunden und Bogen langfrei wie ja sogar der ältere es braucht damit er voneueren Händen ungestört anstöne; sonst ist er eine Glocke, dieauf dem Boden anfstcht und nicht eher ertönen kann, als bissie unberührt im Freien hangt.

Aber so sind die Menschen durch alle Acmter hinauf; sie

") Ans so allgemeinen, kalten, leeren, alles und nichts forderndenSchreibaufgaben, wie z. B. Lob des Fleißes, Wichtigkeit derJugend, könnte kaum der reichste und reifste Kopf etwas Le-bendiges ausbrütcn. Wieder andre übervolle zu große, wiez. B. Vergleichung von alten Feldherrn, Abwägungen der al-ten Regierformen, sind Straußeicr, auf welchen der Schülermit seinen zu kurzen Flügeln vergeblich sitzt nnd brütet undniemanden warm macht als sich selber. Schöner stehen zwi-schen beiden Arten die vollen an sinnlichen oder an histori-schen Stoffen, z. B. Darstellung einer Feuersbrnnst, des jüng-sten Tages, der Sündfluth, Beweis ihrer Nicht-Allgemeinheit.