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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
Seite
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hatte; so wie er tm kältesten Wetter dem Vater in die nahenGastpfarreien beifolgen durfte. Diesen wöchentlichen Turn-rcnnen verdankt er manche später nachhaltendcn Kräfte undüberhaupt das beste Gegengift seiner widersinnigen Körperer-ziehung. welche wie jede damalige mit Pelzmützen, Purgir-mittcln und Lnftspcrren, mit Warmhalten und Festschraubcnund Schonen einer feindlichen Zukunft nicht vorbauete, son-dern verarbeitete. Aber dich ist eben das schöne Glück derDorf- und Armenkindcr, daß der Sommer mit seinem Lenzund Herbst links und rechts glücklich das Unkraut des Win-ters ausrottct; indem die im winterlichen Gcwächshause er-bleichten Pflanzen nun aus einmal in Luft und Wetter undan Sprüngen und an kühler und ungekochter Kost barhauptund barfuß sich erholen und ermannen können. Nur den gu-ten Prinzessinnen darf keine Jahrzcit bcispringcn. Das Volkiudcß glaubt nicht, daß der Sommer den Winter gut mache,sondern umgekehrt, daß diese häusliche Jahrzeit der Arzt deraußerhäuslichen werde.

Ich gebe nun die letzte und größte nie wegbleibendeSommeridyllc, welche stets am Montag nach Jakobi einfiel.Denn hier znm Höscrjahrmarkt ließen die Großeltern die zarteMutter Pauls jedesmal in einer Kutsche holen, in der er auchmit einsaß. Um hier den-kalten Historiker nicht zu verletzen,sag' ich blos ruhig und einfach, daß, wenn eine bloße Alltag-stadt für einen Dörfling schon mehr als ein Kirmeßdorf ist,vollends eine Jahrmarktstadt eine potenziirte Doppelstadt wer-den und folglich alles an Glanze überbieten muß, was einDorsjuuge sich nur vorgcstellt. Und so war cs bei Paul,der noch dazu nie ohne Phantasie war. Wie Kaisern sonstEhrentrünkc geschickt wurden, so wurde die Mutter stets mit