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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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konnten wir Kinder noch Vor nnscrem Essen die hungrigeFreude haben, daß wir die Drescher in der Gesiudcstubc ein-bcißcn und aufesscn sahen.

Der Nachmittag wurde schon bedeutender und freuden-reicher. Der Winter verkürzte und versüßte die Lcrnstunden.In der langen Dämmerung ging der Vater ans und ab, unddie Kinder trabten unter seinem Schlafrock nach Vermögen anseinen Hände». Unter dem Gcbctläutcn stellten sich alle inEinen Kreis und beteten das Lied einstimmig ab:Die finstreNacht bricht stark herein." Nur in Dörfern nicht in derStadt, wo cs eigentlich mehr Nacht- als Tagarbeiten gibthat das Abendläuten Sinn und Werth und ist der Schwa-nengcsang des Tags; die Abcndglocke ist gleichsam der Däm-pfer der überlauten Herzen und ruft, als der Kuhreigen derEbene, die Menschen von ihren Läufen und Mühen in dasLand der Stille und des Traums. Nach dem süßen War-ten auf den Mondanfgang des Talglichtes unter der Thüredes Gesindcstübchens, wurde die weite Wohnstube zu gleicherZeit erleuchtet und verschanzt, nämlich die Fensterladen wur-den zugcschlossen und eingericgelt, und das Kind fühlte nunhinter diesen Fcnsterbastcien und Brustwehren sich traulich cin-gehegt uud hinlänglich gedeckt gegen den Knecht Ruprecht, derdraußen nicht hercinkam, sondern nur vergeblich brummte.

Um dieselbe Zeit geschah cs dann, daß wir Kinder unsauskleiden und in bloßen langen Schlcpphemdcn aus und abhcrumhüpfcn durften. Jdyllensreuden verschiedener Art wech-selten. Entweder trug der Vater in eine mit leeren Folio-blättcrn durchschoßue Quartbibel bei jedem Verse die Nach-wcisung auf das Buch ein, worin er über ihn etwas gelesen;oder er hatte gewöhnlicher sein rastrirtes Folioschreibbuch vor