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Aus Jean Paul's Leben
Entstehung
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gern um einige Stunden später essen; gerade so wie wir des-halb nnS auf das Spätessen des Fast- und Bußtags freneten.Geht alles im Hause recht durcheinander z. B. durch Aus-weißen der Zimmer, oder gar durch Ausziehen in ein fremdesHaus, oder durch Ankunft vieler Gäste so wissen sich diekleinen Menschcnnarrcn nichts Schöneres.

Leider schloß ich mir selber durch eine nnzeitige Klage beimeinem Vater, daß ein langer Banersohn (Zäh ist sein Namefür die Nachwelt) mich mit einem Einlcgmcsscr ein wenig aufdie Fingerknöchcl geschlagen, ans immer die Schulstubc zu.Er, in seinem ehrgeizigen Zorne, gab nun mir und meinenBrüdern allein den Unterricht; und mir gegenüber mußt' ichjeden Winter die Schulkinder in einem Hafen einlaufen sehen,der mir versperrt war. Jndeß blieb mir doch die Nebenfreude,häufig dem Schulmeister die Bullen und Dekretalcn seinesDorfpabstcs zu überbringcn und statt der römischen -agnuo clotoder geweihten Windeln und Rosen Christgcschcnke, die Schlacht-schüssel oder sonst einen kleinen Teller mit Essen.

Vier Stunden Vor- und drei Stunden Nachmittags gabunser Vater uns Unterricht, welcher darin bestand, daß er unsblos auswendig lernen ließ, Sprüche, Katechismus, lateinischeWörter und Langens Grammatik. Wir mußten die langenGcschlechtregcln jeder Dcklinazion sammt den Ausnahmen,nebst der bcigcfügtcn lateinischen Beispiel-Zeile lernen, ohnesie zu verstehen. Ging er an schönen Sommcrtagen überLand: so bekamen wir so verdammte Ausnahmen, wie panispiocis, zum Hcrsagen für den nächsten Morgen auf, von wel-chen mein Bruder Adam, dem der ganze lange Tag kaum zuseinem Hcrumrennen und Kindereien aller Art zulangte, ge-wöhnlich kein Achtel im Kopfe übrig hatte. Denn nur selten