Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
392
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Assistentiuen regiert, von denen Eine der französischen und deutschenSprache Meister seyn muß. Uebrigenö sind auch die Schwesternder heil. Christina, wie überhaupt alle seit dem Jahre 1802 gestiftetenCongrcgatiouen, dem Diöcesanbischofe iu allem Geistlichen und derVerwaltungsbehörde dcö Staates in allem Weltlichen unterworfen.Sie leben sehr einfach und frugal, sind aber zu keiner besonderenStrenge verpflichtet. Lange legten sie nur alljährlich ihr Versprechenab, aber seit einigen Jahren verbinden sic damit die einfachen Ge-lübde des Gehorsams, der Armuth und der Keuschheit, welche siejährlich erneuern. Ihre Tracht gleicht der gewöhnlichen Kloster-srauenkleidung. _

Einunddrcißigstes Kapitel.

Damen der heiligen Sophia.

(1807.)

Die Damen der heiligen Sopbia wurden zu gleicherZeit mit den Schwestern der heiligen Christina gestiftet; denn auchsie erhielten ihre ersten Statuten den 20. April 1807.

Victoria Tailleur, früher eine Klosterfrau, war die ersteprovisorische Superiorin dieser Kongregation. Sie hielt zu Metz einPensionat für Mädchen, worin namentlich auf religiöse Bildung derjungen Gcmüther Rücksicht genommen wurde, wobei man jedochkeineswegs einen zweckmäßigen Unterricht in allem dem, was demweiblichen Gcschlechte zu kennen nützlich und nothwendig ist, versäumte.

Bereits am 12. Julius 1807 vereinigten sich die Damenvon der Vorsehung, welche seit langen Jahren zu Charlevillein dem Departement der Ardennen gestiftet worden waren und sichder Erziehung der Mädchen widmeten, mit den Damen der heiligenSophia, oder verschmolzen vielmehr ihren Namen mit dem der Letzter».So nun bildeten die Häuser von Metz und Charleville nur nochEine Anstalt. Allein Madame Tailleur trennte sich von den Letzter»und begab sich unter die Leitung ihrer Schwester, der Superiorinder Schwestern der heiligen Christina, um sich selbst in diese Anstaltaufnehmen zu lassen. Sie starb in ihrem Schoos als Superiorinheö Hauses zu Rethcl im Departement der Ardennen.