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2 (1845)
Entstehung
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erhoben, und die sich Alle dieselbe Ausgabe stellten. Die jungenLeute hatten ihre Lehrer in Sachen der Religion und Wissenschaftan den Jesuiten, den Oratorianern, an den Vätern der christlichenLehre, aber auch die Mädchen machten ihrerseits auf das Er-scheinen von verschiedenen Congregatioucn Ansprüche, welche dieErziehung der weltlichen Jugend zu den Verpflichtungen ihrer An-stalt rechneten. Die Tochter unserer lieben Frau, die zu Bordeauxvon der Marquise Mont-Ferrant cingeführt wurden, sind vonden ersten Gesellschaften, welche sich diesem nützlichen Zwecke widmeten.

Johanna von L e st o u n a c (gcb. 1556), die Tochtereines ParlanicntS-Rathes von Bordeaux und mütterlicher Seilseine Nichte Montagne's, verehelichte sich mit dem Marquis deMont-Ferrant, dem sie sieben Kinder gebar. Nach dem Tode ihresMannes verdoppelte sie während ihres Wittwenstandes die Hebungender Frömmigkeit, die von jeher ihre liebsten Bcschäftungcn gewesenwaren. Bereits im I. 1603 hatten ihre Kinder den mütterlichenBeistand nicht mehr nvthig; ruhig über deren Versorgung, wolltesie sich nun allein dem Dienste Gottes weihen. Daher nahm siebei den Feuillantinen von Toulouse das Ordensgewaud (1603);da ihr aber die GesundhcitSnmständc nicht erlaubten, in diesemOrden zu bleiben, so wollte sic, nach Bordeaux zurückgekehrt, sichwenigstens durch Stiftung einer Congrcgation zur Erziehung derMädchen entschädigen. Die eifrigsten, mit dem schärfsten Blick indie düstere Zukunft begabten Leute hatten die Wichtigkeit dieserBestimmung längst eiugesehen. Auch sah man die Jesuiten BordeSund Raimund und den Pfarrer von Sainte-Colombe zu Bordeauxan dem Werke der Marquise den lebhaftesten Antheil nehmen. DerCardinal Sourdis, ihr Erzbischof und einer der ausgezeichnetstenPrälaten seiner Zeit, gab ihr nicht nur freudenvoll seine Gut-heißung, sondern schrieb noch zu ihren Gunsten an Paul V., welcher am7. April 1607 das Institut in einem Breve bestätigte. Nebst vierGenossincn empfieng die fromme Stiftcrin am 1. Mai 1608 ausden Händen des Cardinals den Habit und den schwarzen Schleierund nahm die Regel des heil. Benedikt an. Heinrich IV. stellteim I. 1609 für diese Anstalt Patentbriefe aus, die sich von nun anmit unglaublicher Schnelligkeit verbreitete. Frau von Mont-Ferrant