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gleichwohl sind jene noch nützlicher, weil sie den moralischen Zu-stand in den Städten und auf dem Lande besser zu heben imStande sind.
Nur etwa 20 Häuser widmen sich, wie oben angcdentet wurde, einzigdem Gebete und der Einsamkeit; über 3000 Niederlassungen abersetzen sich die Werke der Liebe und den Unterricht zu ihrem er-habenen Ziele. Aber, könnte man fragen, warum bildet man ausdiesen vielen Häusern nicht eine einzige Congregation, sondern läßtso viele besondere Congregationen bestehen? Haben ja doch dieseverschiedenen Congregationen beinahe dieselbe Regel und zudemwäre ihre Vereinigung ebenso leicht als vortheilhast. Gegen diesenCinwurf mag eine einzige Antwort genügen, die wir von NapoleonsMutter entlehnen, mit welcher sie ihrem Sohne von dem General-kapitel der barmherzigen Schwestern, bei dem sie den Vorsitz führte,Rechenschaft gab: „Ich bin vollkommen überzeugt, das; man eineVereinigung der bestehenden Corporationen nie mitVortheil wirdversuchen können, obgleich sie fast derselben Regel folgen; ein Mal,weil die gute Zucht einer Congregation Schiffbruch leiden müßte,wenn sie allzu ausgedehnt wäre; sodann, weil diese Verschiedenheitder Congregationen eine edle Nacheiferung in der Tugend erweckt,welche der Gleichgültigkeit und Erschlaffung vorbeugt, und diemenschliche Natur zudem so beschaffen ist, daß wir in den heiligstenDingen stets eine gewisse Wahlfrciheit genießen wollen, welchennserm Charakter, nnserm Geschmacke und unfern Gewohnheitenam meisten zusagt."
Zweites Kapitel.
Töchter unserer lieben Frau, zu Bordeaux.
(1607.)
Die Verbesserung, mit der die Kirche umging, konnte nurdadurch allgemein werden, daß man bei der aufwachsendcn Ge-neration anfing. Das sah man wohl ein, und daher ist der Ur-sprung so vieler religiösen Genossenschaften zu erklären, welche sichgegen daS Ende des 16ten und im Anfänge des 17ten Jahrhunderts