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Gleichwohl gab dieser seinen Plan nicht auf, und kaufte in derStraße Bac zu Paris einen Platz, auf dem er ein Seminar zuerbauen gedachte, und diesem verdankt eine benachbarte Straße ihrenNamen Babylon. Nachdem er vom Papste die Erlaubnis! erhalten hatte,außerhalb Persiens zu residircu, beschäftigte er sich eifrigst mit der Grün-dung, und gab zu diesem Zwecke seine Kapelle, seine Meubles und seineBibliothek her. Vincenz de Meurs, Armand Poiteviu und MichaelGazil, lauter Geistliche, vereinigten sich zum Beginne des Werkes,das von dem Cardinal-Legaten Chigi, dem Erzbischöfe von Parisund dem Abbö von Saint-Germain-des-Prös gebilligt und durchPatentbricfe vom 27. Julius 1663 bestätigt wurde. Mehrere Per-sonen, unter Andern auch die Bischöfe von Böryte und Hcliopolis,wirkten durch freiwillige Gaben kräftig mit, und Ludwig XlV. ver-band damit eine Stiftung von 15,000 LivreS Renten. Mit demSeminar selbst wurden ferner einige Bencficien verbunden, und sowar cs bereits im Stande, den Missionären und Katechisten einenGehalt zu sichern, und die Kosten eines Seminars auf sich zu nehmen,das man so eben zu Siam errichtet hatte, und das gleichsam derMittelpunkt der orientalischen Missionen wurde. Alle drei Jahreschritt man zur Wahl der Superioren; die ersten derselben warender Abbö Gazil, de MeurS, Lucas Fcrmanel, Ludwig Tiberge, Jacob-Carl de Brisacier u. s. w.
Nachdem die Priester der auswärtigen Missionen die Gefahrenund Schrecken der französischen Revolution erfahren hatten, ver-einigten sie sich wieder unter Napoleon, der im Jahre 1804 ihnenseinen Schutz angcdeihen ließ, und einen jährlichen Zuschuß von15,000 Franken bewilligte. Dieß sollte jedoch nur eine vorüber-gehende Gunstbczcugung seyn; denn auf sie folgte im Jahre 1809eine neue Verfolgung. Im Jahre 1815 war die Congregation derauswärtigen Missionen, da ihr Haus in der Straße Bac keinenKäufer gefunden hatte, im Stande, ihre alten Arbeiten zu beginnenund Zöglinge aufzunehmen, und entfaltete sonach die glänzendsteThätigkeit für die Missionen im Orient. Im Jahre 1824 hattesie bereits 25 Missionäre in jenen Ländern, denen sic die köstlicheNahrung des christlichen Glaubens brachte, und im Jahre 1837waren es bereits 53; ein höchst günstiger Zuwachs, zumal