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keinen Zweig des katholischen Unterrichts gibt, der in ihnen nichtsein Organ gcfnndcn hätte, kein Bedürfniß der leidenden Menschheit,das nicht gestillt oder geheilt worden wäre. Die Regel der meistensolcher Congregationcn ist aber im Grunde ans die der Jesuiten ge-stützt, die, wenn auch nicht gerade ihre Stifter, doch ihre beständigenBeschützer waren.
Ehre also der Gesellschaft Jesu! Sie war vielfach Ur-sache an dem Guten, daö gewirkt wurde; um so mehr verdient sieauch unsere dankbare Anerkennung.
Während der NcvolutionSepochc war zwar die Unterdrückungund Aufhebung der Kongregationen allgemein ausgesprochen; alleinwährend die geistlichen Orden unter den Streichen der revolutio-nären Verwerfung dahinsanken, erhoben sich, anfangs allerdingsschwer beeinträchtigt, allmählig die Congregationen wieder. Voneinem faktischen Bestand erhielten sie endlich einem rechtlichen undselbst alte geistliche Orden, welche das Gute ungehindert ausübcnwollten, beschränkten sich, wenigstens äußerlich, auf die Form vonCongregationen, indem sie ihre Regel modificirten, sich mit Jugcnd-unterricht u. dgl. beschäftigten.
Der erste Hauptzweck dieser Congregationen sind die
Missionen.
„Gehet hinaus in alle Welt und prediget dasEvangelium aller Creatu r." Marc. XVI, 15. Getreu diesemAufträge deö Herrn hat die Kirche von jeher Boten in alle LänderauSgcsendet, um das frohe Zeichen der Erlösung allenthalben aus-zupflanzen, und muthvoll daran zu arbeiten, daß nur Eine Heerdeund auch nur Ein Hirte sei. Besonders war es von alten Zeitenher Grundsatz der heiligen katholischen Kirche, die Einheit des Glau-bens zu bewahren. Daher bewundern wir in der ganzen Religious-geschichte die Wachsamkeit des heiligen Stuhles über die Reinheitund feste Beibehaltung des apostolischen Glaubens; daher die Be-mühungen der Braut Christi, alle ihrem Haupte untreu gewordeneKinder, die des Jrrthums Wahn von dem Lebensbaume der Kirche,welche die Pforten der Hölle nicht überwältigen werden, losgctrennthat, und die wie irrende Schafe, die keinen Hirten haben, den