er sich vor, trotz aller Schwierigkeiten, nach diesem Lande seinerSehnsucht überznsetzcn; da ergriff ihn, den der Eifer nm das Hausdes Herrn verzehrt hatte, ein tödtliches Fieber, und verlassen vonder Welt, aber überschüttet mit himmlischen Tröstungen, schwang sichseine himmlische Seele zu ihrem Vaterlande empor!
Auch für China hatte mit diesem großen Apostel die Zeit desEvangeliums begonnen, und wenn er auch selbst nur die Schwelledes Landes berührt hatte, so feuerte doch sein Beispiel den Mnthedler Missionäre an. Franziskaner, Dominikaner und Jesuiten wett-eiferten, das Kreuz in China aufznpflanzen. Jedoch wollte bis zumJahre 1570 kein Missionsvcrsuch gelingen, selbst nicht, als mehrerevortreffliche Jcsuitcnmissionäre iu der Eigenschaft von Gesandten mitansehnlichen Geschenken sich Eingang zu verschaffen suchten. Dennder Argwohn der Chinesen gegen Ausländer war so groß, daß auchdie günstigsten Aussichten auf eine Erlaubnis;, selbst nur au der Küsteweilen zu dürfen, bald verschwanden. Unterdessen erlernten die Je-suiten auf der Insel Macao durch den häufigen Verkehr mit Chi-nesen die Sprache und Sitten derselben, und im Jahre 1584 gelanges endlich dein P. Michael RogeriuS, in der Nolle eines Kauf-manns sich Eintritt in dem Hafen von Canton und dann durchkluges Benehmen einen Wohnort in der Stadt selbst zu verschaffenund so sein apostolisches Werk beginnen zu können. Leider wurdeer bald von einem boshaften Pöbel genöthigt, sich wieder nach Ma-cao zurückzuzichcn.
Uebrigenö hatte er sich durch seine Gelehrsamkeit bei den vor-nehmen Mandarinen Canton's ein großes Ansehen erworben. Alleindessen ungeachtet waren seine Bemühungen bisher völlig vergeblich,bis er durch die iu einer Uhr und Fcrnröhrcn bestehenden Geschenkeden Statthalter von Seianquin für sich gewann, der ihn nun nachseiner Abreise eigens zu sich einlud, mit dem Versprechen, ihm dieErbauung cinc.r Kirche gestatten und seiner Lehre allen möglichenVorschub leisten zu wollen.
Alsbald machte sich Roger mit seinem Genossen FranziskusPasius aus den Weg nach Sciauquin und fand hier die beste Auf-nahme, erhielt von dem Statthalter eine bequeme Wohnung, undeinen Götzentempel zur Einrichtung einer christlichen Kirche. Glück-