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dern desselben Macht und Gewalt, in allen Kirchen, an allen Orten,auf allen Straßen und öffentlichen Plätzen zu predigen, zu lehrenund Beichte zu hören, rücksichtlich der heiligen Messe, im Falle derNoch, sich nicht mehr auf die bestimmten Tagesstunden zu beschränken;ja, sein Vertrauen ging so weit, daß er den Jesuiten erlaubte, diealten Bestimmungen ihres Ordens zu modificircn, oder dafür neueeinzuführeu.
Sofort nahmen die Jesuiten nach einigen Streitigkeiten mitden gelehrten Dominikanern Lehrstuhle auf der Universität zu Sa-lamanca ein. In Saragossa aber hatte ihnen das gehässige Benehmendes Erzbischofs manche Unannehmlichkeiten, ja sogar die Vertreibungaus der Stadt zugezogen; jedoch wurden sic, als die Gemächer be-ruhigt waren, unter großen Feierlichkeiten zurückbcrufen. Auch inPortugal hatte man sie bei Hose zu verdächtigen gewußt; alleinihre Unschuld wurde offenbar und die Liebe und daö Vertrauen zuihnen nur noch größer. Und so war denn der Grund zu ihrerglücklichen Entfaltung in diesen Ländern gelegt und während desganzen sechzehnten Jahrhunderts lebten sie, Segen verbreitend, ruhigund ungestört für Gottes Ehre arbeitend. Nur die niederländischenUnruhen konnten sic wieder belästigen.
Als in Portugal Philipp II. den Thron bestiegen hatte, hattendie Jesuiten an diesem Monarchen einen aufrichtigen Gönner, undsicherten unter ihm und seinen Nachfolgern ihren Einfluß. IhrenBemühungen gelang es, auch in diesem Lande die römische Bücher-ccnsur einzuführeu, zumal da sie Mitglieder der Inquisition gewor-den waren. Den Gesetzen ihres Instituts getreu, arbeiteten sieeifrig an der Erziehung der Jugend, an der Unterweisung des Volkesund an der Bekehrung der Sünder, manchen Stürmen ausgesetztund nicht selten von der Bosheit verläumdet.
Unterdessen schwang sich das Hans Brag an za wieder ansden Thron. Bald war auch unter Johann IV. ein Jesuite (AntonVieira) Hofprediger und Gewissensleitcr des Königs, dessen treueDienstleistungen der Regent mit seinem vollsten Vertrauen belohnte,und seinen Sohn Thcodosius den Jesuiten zur Erziehung übergab.Auch dieser gewann seine Lehrersehr lieb, so daß der Jesuite Franco,der die Annalen seines Ordens schrieb, sagen konnte: „Kein Sohn