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Fische waren ihre vorzüglichsten Gerichte; Fleisch genossen sie selten.Ihre Abtödtungen waren groß, ihr Fasten, ihr Wachen, ihr Betensicht ununterbrochen. Mit dein Crucifir in der Hand ermahntenViele aus der Straße das Volk zur Buße; Andere trugen einschweres Kreuz auf ihren Schultern, gingen damit in die Kirche,und flehten laut Gottes Barmherzigkeit an; Andere erboten sich-miteinem Stricke um den Hals zu den allernicdrigsten Verrichtungen,und noch Andere baten in ärmlichen Kleidern um Almosen. Eineifersüchtiger Priester beschuldigte sie endlich vor dem Ketzergerichteder Ncuerungssncht und Scheinheiligkcit; allein die Anerkennungihrer Unschuld vergrößerte uur ihre Achtung und Verehrung beimVolke. Sofort befreite sie Papst Paul III. von der Gerichtsbarkeitder Diöcesanbischöfe, stellte sie mit den Privilegien der lateranschenChorherrn unmittelbar unter den päpstlichen Schutz und gab ihnendie Erlaubnis;, die feierlichen Gelübde abzulegcn, und ihre Kirche zuEhren des heiligen Paulus, ihres Patrons (daher Paulincr oderPaulaner genannt) zu erbauen. Ihre im Jahre 1537 begonnenenMissionen nach Verona, Vieenza, Pavia, Venedig u. s. w. sichertenihnen die Achtung und bereiteten ihre Vergrößerung vor. Im Jahre1545 bezogen sie ihr neues Haus zu Mailand bei der ihnen ge-schenkten Kirche zum heiligen Barnabas (woher sie den NamenBarnabiten erhielten). Im Jahre 1579 wurden auf dem General-kapitel für die Congregation neue Satzungen entworfen, welcheihr berühmter Protektor, der heilige Earolus Borromäus, billigte,und Papst Gregor XIII. förmlich bestätigte. Bald verbreiteten siesich in Italien, Frankreich, Oesterreich und Spanien. Sie übernahmendie Leitung der Gewissen, die Erziehung der Jugend, die Verkündi-gung des Glaubens, und Missionen zur Bekehrung der Häretiker.Außer den drei wesentlichen Gelübden der Armuth, Keuschheit unddes Gehorsams legen diese Geistlichen noch ein viertes ab, nämlichsich niemals in oder außerhalb der Congregation um ein Amt zubewerben, und ohne des Papstes besondere Erlaubniß nie eineihnen außerhalb der Congregation angebotene Würde auzunehmen.Von dieser Erlaubniß Gebrauch machend, hatten viele Barnabitenden Krummstab iune. Ihre Häuser, von denen noch heutzutageviele bestehen, werden Collegien genannt; sie hatten viele öffentlichen
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