Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
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268
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Zehnter Gesang.

ss.

Vom Thron erbebt sich Aladin sogleich

Und spricht: Geliebter Freund, sei mir willkommen,

Nicht fühle ich des Unglücks herben Streich,

— Vor schlimmeren bangte mir — da du gekommen.Befestige du durch deine Kraft mein Reich,

Dann wird von uns das deine eingenommen.

Will cs der Himmel so. Voll Freud' und LustUmarmt er ihn und drückt ihn an die Brust.

si.

Der König will dem hohen SaracenenNach der Begrüßung seinen Thron verleih».

Er seht zur Rechten ihn und lädt JSmenenZum Sitz an seiner linken Seite ein.

Sodann fragt er nach seiner Reise Jenen,

Kaum läsit sich der auf die Erzählung ein.

Da tritt Clorindc vor mit ihrem Gruße,

Es folgen ihr die andern auf dem Fuße;

ss.

Auch Ormuz, dem der Sultan Hut und WachtDer Truppen aus Arabien verliehen.

Der in dem grimmsten, wild'stcn Glühn der SchlachtBegann auf ungewohnter Bahn zu fliehen.

Dann durch des Schweigens Beistand und der NachtSich glücklich wußte nach der Stadt zu ziehen,llnd durch geraubte Beut' an Korn und VlehDen hungervollen Städtern Trost verlieh.

so.

Allein mit stierem Blick in WuthgedankcnSchweigt der Tschcrkessc, den der Grimm bewegt.Gleich einem Leun, der festhält seine Pranken,

Und sich mit rollenden Augen niederlegt.