Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
257
Einzelbild herunterladen
 

Zehnter Gesang.

257

Er sieht nun, das? Apoll mit glühnden ErzenVergoldet der Aurora ros'ge Pracht,

Und spricht: die Zeit ist da; du kannst entdeckenDer Sonne Strahlen, die zur Thal uns wecken.

IS.

Darauf besteigen Beide einen Wagen,

Der dort in ihrer nächsten Nähe stand;

Der Alte läßt die flinken Rosse jagenlind treibt sie wechselswcis mit leichter Hand.

Sv wird Nicäas Fürst dahingetragen.

Daß weder Huf noch Rad sich zeigt im Sand.Die beiden Nenner fliegen, und vom Zaumelind vom Gebiß tropft eine Fluth von Schaume.

IS.

Der Wagen aber mit den dsthcn Nossen

Ich künde Wunder zeigt sich ganz umringtVon einer Wolke, die ihn eingeschlossen,lind selber unsichtbar, ihn rings umschlingt,

Sv dicht und fest, daß selbst ans WurfgeschossenGeschleudert, ihn kein Pfahl, kein Stein durchdringt.Die Zwei, gleichwie in einer Hohle, schauenDen Nebel drin», und drauf den Himmel blauen.

17 .

Der Ritter hebt erstaunt die Augenbrauen,

Und faltet seine Stirn, den Nebel blicktEr an, den Wagen auch, der Lurch die GauenSv rasch, als wär's im Fluge, ihn entrückt.

Der Andre merkt an seinem stieren SchauenGar bald, was den Genossen so verzückt;

Er bricht das Schweige», sucht ihn aufzustörcn.

Und endlich läßt der Fürst die Worte hören:

affe, befr. Jcnis.

17