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Zehnter Gesang.
18 .
Wer du auch seist', der, magischer GewaltenBeherrscher, die Natur zum Dienste zwingt.
Und in des Herzens tiefversteckten FallenDer Menschenbrust Geheimnisse durchdringt,
Gelang es je dir, Kunde zu erhaltenVon jenen Dingen, die die Zukunft bringt:
Sprich, welche Rast, welch' härtere Bedrängnis;v Beschloß den Wirren Asiens das Verhängnis;?
IS.
Jedoch erst nenne dich, und dann gicb Kunde,
Wie deine Kunst dies Unerhörte schafft!
Denn wohnt dies Staunen mir in Herzens Grunde,Wie find' ich wohl dein Wort zu hören Kraft?
Mit Lächeln spricht der Greis: mit freiem MundeGeb' ich, wovon du willH, dir Rechenschaft;
Ich heiß' Ismen; der Syrer aber nannteMich Zaubrer, weil verborgne Kunst ich kannte.
2 ».
Doch daß ich dir das Künftige enthülle.
Entrolle, was das Buch des Schicksals lehrt,
— Die Bitte ist zu hoch, zu kühn dein Wille, —
So viel ward nie uns Sterblichen gewährt.
Laß wirken deiner Kräst' und Sinnen FülleDen Nebeln zu entgehn, die uns bcschecrt.
Denn öfter mag sich's auf der Erde finden.
Daß Weis' und Tapfre selbst ihr Glück begründen.
21.
Vertheid'ge du mit dieser tapfern RechtenVor der des Frankcnrciches Kraft erliegt,
Die Mauern, welche drohend sie umflechtenUnd die das wilde Volk so hart bekriegt.