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1 (1854)
Entstehung
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255
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Zehnter Gesang.

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Ein Schlummer, kurz und tief, erfrischt sein BlutUnd gicbt dem kranken Blick sein Feuer wieder.

Als ihn noch fesselte des Schlummers BandDies Wort den Weg zu seinem Ohre fand:

8 .

Auf, Solyman! was soll dies träge Rasten?

Das spare Dir für eine bess're Zeit.

Fühlst Du das Joch auf deinem gleich nicht lasten.Seufzt nicht dein Volk in schnöder Dienstbarkeit?Du schläfst auf diesen Schollen, und sie faßtenNeoch nicht die Leichen deiner Brüder? BeutNicht jeder Zoll des Lands der Schmach Gedenken?Hier willst du dich in schnöde Ruh' versenken?

Der Sultan wacht; und als er um sich blickte,Gewahrt er einen Mann, deß Haupt ergraut.

An krummem Stabe geht der Tiefgebückte,

Da nur der Stütze noch der Fuß vertraut.Wer bist denn du, der mich dem Schlaf entrückte,Beschwerliches Gespenst? so fragt er lautWas kümmert dich, du Störer, ineine Sache,

Ob Schande ich erjage oder Rache?

io.

Nun, ich bin Einer, der bekannt zum Theile So spricht der Greis mit deinem neuen Plan,Und komme her, weil hier durch dich zum HeileMehr als du denkst, geschehn wird und gethan.

Deucht dir mein Wort auch gleich dem scharfe» Keile,Denk', daß der Zorn des Muthcs schärfster Zahn,Gestatte drum, o Herr, dies meinem Zorne,

Daß deinen Muth er jetzo peitsch' und sporne!