Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
250
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SSO

Ucunter Wcsang.

Da läßt sich eine Wolke Staubs gewahren,Sie trägt des Krieges Blitz in ihrem Schvoß,Denn Helles Waffcnlcuchten d'rinn gewittert,So daß der Heiden Heer erbebt und zittert.

02.

Sieh! fünfzig Krieger sind's; des Kreuzes ZeichenFührt purpurn ihr Panier auf Sibergrund.

Dürft' auch dein Erzklang meine Stimme gleichenllnd hundertfach mir dienen Zung' und Mund,Ich zählte dennoch nicht, wie viele LeichenDies kleine Häuflein legte auf den Grund.

Der Araber, so feig, der Türk, so muthig.

Sie decken das Gefild, entseelt und blutig.

»».

Der Greul, die Grausamkeit, die Furcht, die Trauer,Sie zieh» umher in wechselnder Gestalt;

Seht hier des Sieger Todes schwarze Schauer,

Ein See von Blut, der durch das Schlachtfeld wallt!Schon führt der Fürst, siegahnend, vor die MauerNoch ci'ngc seiner Schaaren und macht HaltAuf einem Berg, von dem er überblickte.

Wie man im Blachseld auf einander rückte.

9t.

Doch als sein Hauptheer sich zum Fliehen wandte,

Da läßt er Rückzug blasen von den Hoh'n,

Und schickt gleich an Clorinden AbgesandteUnd an Argant, vom Kampfe abzustehn;

Doch da dies wilde Paar von Blutdurst brannte.

So will's blindwüthend nicht von hinnen geh'n.Zuletzt erst weicht cs, und versucht die SeinenIn minder slücht'gem Rückzug zu vereinen.