Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
249
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Ueuntcr Gesang.

öS.

Das aber kühlt sein Wüthcn nie und »immer;

Er springt vom Pferd, haut auf den Tobten ein.Gleich dem getroffncn Hund, der grimm und grimmcrDie Zähne fletschend, packt des Gegners Stein.

O Rache, die sich wirft auf Schutt und Trümmer,Wie wenig tröstest Du des Herzens Pein!

Jedoch der Franken Feldherr hat indessenSich nicht vergebens mit dem Feind gemessen.

so.

Es standen tausend Türken ihm entgegenIn Helm und Schild und sonstiger Eiscnwehr,

Die kühn von Muth, erprobt bei SchicksalsschlägenUnd unermüdlich waren in Beschwer.

Dem Sultan folgten sic auf allen Wegen,

Ein Theil des Kerns von seinem alten Heer,

Selbst »ach Arabien auf den irren Fahrten,

Da sie die Treu' im Unglück auch bewahrten.

so.

Wie Franken stehen sie in jedem StreiteUnd schließen ihre Reihen fest und gut.

Auf sie sprengt Gottfried an, trifft Nustans SeiteUnd das Gesicht des strahlenden Cvrcut,

Da fliegt der rechte Arm Rvssan's in's Weite,

Hier wälzt sich Selim ohne Haupt im Blut.

Nicht diese nur, durch andre SchwertesspicleVerwundet er noch Viel' und tödtet Viele.

So zeigt er sich den Saracenenschaaren,

Sv kämpft und giebt er sich den Feinden bloß.Doch lacht der Stern des Glückes den Barbaren,Noch beugt ihr Hoffen nicht der kleinste Stoß;