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1 (1854)
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245
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Neunter Gesang.

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AIS so verbreitet war des Kampfs Bedrängnis;,

Und schon Aurorens purpurn AngesichtVom Söller winkte, stürzt aus dem GcfängnißWild Argillan, der seine Ketten bricht.

In Eil' nach Waffen, wie sie das Verhängnis;

— Schlecht — gut — ihn; reichte, greift der kühne Wicht:So will er tilgen seine neuen Schulden,

Durch neuen Ruhm gewinnen neue Huldcn.

Gleich einem Nos;, das königlichen Ställen,

Wo man's zum Kriegsdienst auferzog, entflieht.Und zu der Heerde springt, zum Bach, dem Hellen,Und zu der Wiesen blumigen; Gebiet;

Die Mähne spielt uni Kopf und Hals in Wellen,Hoch hebt's den Nacken und Las Auge glüht,

Voll Feuer saust's dahin, die Hufe schallen.

Und rings hört man sein Wiehern widerhallcn:

76 .

So naht sich Argillan mit wildem Toben.

Sein Auge glüht, die hohe Stirne dräut.

Schnell ist sein Lauf, sein Fuß so rasch gehoben.Daß er dem Staube kaum die Spur verleiht.

Der Feind, den er durchläuft, wird angeschnobenVon ihm, der Alles wagt und nichts mehr scheut:Arabischer Abschaum, ohne Ehr' und Kühnheit,Was läßt euch denn so trutziglich erglühn heut?

77 .

Euch fehlt die Kraft, den Helm und Schild zu tragen,Nie drückt den Leib der Rüstung schwere Wucht;

Ihr seid gewohnt, euch mit dem Wind zu schlagenUnd findet euer Heil in schnöder Flucht;