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1 (1854)
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Neunter Gesang.

Nicht fällt der Rumpf — o Anblick voll Entsetzen!Er bleibt im Sattel leblos noch zurück.

Doch frei vom Zügel wird's in tausend SprüngenIhn abzuwerfen wohl dem Roß gelingen.

Wie diese hier, an Kühnheit zu beneiden.

Zur Geißel wird dem Volk vom Abendland,

So wüthct minder nicht im Volk der HeidenGildippe's starke, kricgsgcwohntc Hand;

An Muth und an Geschlecht sind gleich die BeidenUnd Beide auch im Fcchten^vielgcwandt,

Doch dürfen sic, weil sie noch aufgehobenDem größer» Feinde, heut sich nicht erproben.

72 .

So drängen sie im Schlachtgewühl, im heißen,

Den dichten Schwarm, der nirgends Oeffnung bot.Jetzt aber braucht der edle Gneis sein Eilen,

Mit welchem er Clorinden nah bedroht.

Er hebt den Stahl, er läßt ihn schwirrend kreisenUnd ihre schöne Seite färbt sich roth.

Sie denkt ihm räuberen Bescheid zu bringen.

Und läßt ihr Schwert ihm in die Rippen dringen.

Guclf sucht noch einmal, daß er sie verwunde.

Da aber stürmt der Heid' Osmin herbei,

Und der empfängt von seinem Schwert die Wunde;Er haut die Stirn, den Schädel ihm entzwei.

Doch nun umdrängt den Führer in der RundeSein Volk, das ihm zu Kampfe folgte frei;

Auch von der andern Seite wächst die Menge,

Und immer mächtiger wird das Gedränge.