So mit den Seinen, die ihn eng umstehen,
Sucht er und trifft den Rächer des Rinald,
Und was er auch aus seinem Gang mag Horen —Tumult und Drohn — es scheint ihn nicht zu stören.
7S.
Den blanken Harnisch, und ein Kriegskleid trägt er,Sv kvstbar, wie cS selten ihn umflicht.
Entblößt sind Haupt und Hand, im Auge hegt erDer Himmelsmajestät glanzfrisches Licht,
Das goldne Sccptcr in der Hand bewegt er,
Ais Waffe, die allein den Aufruhr bricht.
So zeigt er sich und spricht; der Worte WehenScheint übermenschlich von ihm auszugehen.
Welch' thöricht Droh'n? Was muß ich sehn und hören,Was soll der Kampf, der hier ringsum entbrennt?
Auf solche Weise hält man mich in Ehren,
Mich, den man durch so lange Prüfung kennt?
Kann der Verdacht, der Trug euch so bethören.
Daß Gottfrieds Schuld man offenkundig nennt?
Denkt ihr, ich werde reuig vor euch stehen,
Bon Gründen sprechen und um Gnade flehen?
Nie will ich so die eigne Ehre kränken,
Den Namen, der mit Ruhm die Welt erfüllt,Nein, meiner Thaten ruhmvoll Angedenken,
Dies Scepter und die Wahrheit sei mein Schild!Heut will ich euch die harte Strafe schenken.
Das Recht, zur Gnade werd' cs sanft und mild,Da ältre Thaten manch Verdienst euch leiben,
So will ich um Rinaldo euch verzeihen.