222
Achter Gesang.
81 .
Nur Argillan, der Stifter der Verschwörung,
Er sühne Aller Schuld mit seinem Blut,
Dem schändlichsten Verdacht gab er Erhörung,
Und reizte frech der Andern argen Muth! —
So dämpft der fromme Gottfried die Empörung;
Wie Wetterstrahlen zuckt des Auges Gluth,
Daß Argillan vernichtet und voll ZagenVermag des Blickes Zürnen nicht zu tragen.
ss.
llnd dies Empörervolk, das übermüthigMit Schmähungen und wildem Trotz gedroht,
Das Schwert und Speer und Feuer grimm und wüthigErgriffen, und heraufbeschwor die Nvth,
Es senkt den Blick voll Furcht und ehrerbietig.
Hört, tief verstummt, ergehn das Machtgebot,
Und läßt sogar den wehrhast sic umringen.
Den Argillan, hinweg zum Kerker bringen.
So läßt der Leu die stolze Mähne wallen,
Und kündet im Gebrüll der Wildheit Drang,
Doch hört er seines Meisters Stimme schallen, .
Der einst die Herrschaft über ihn errang.
So läßt er sich das harte Joch gefallen.
Aus Furcht vor Drohungen und härtrem Zwang,Was helfen ihm die Klauen und die Mähne,Stumpft kraftlos Mißtraun ihm die scharfen Zähne!
Von einem Flügelritter geh'n die SagenMit drohenden Mienen und von Anblick wild,Der habe, ihn beschützend, vorgetragenDem frommen Feldherrn Gottfried einen Schild,