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1 (1854)
Entstehung
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218
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Achter Gesang.

67 .

Ninald ist ladt! der dach zum Schwert und SchildeDem Glauben diente, liegt dort hingestrecktNoch ungerächt und nackt auf dem Gefilde,Verstümmelt und von keinem Grab bedeckt!

Ihr seid erschreckt, ihr fragt: wer war der Wilde,Der ihn getödtet? Ach, wem blieb's versteckt!

Wer weiß cs nicht, mit welchen neidischen TückenGottfried und Balduin auf die Welschen blicken?

68 .

Was red' ich noch? beim Himmel, bei dem reinenBeschwör' ich es, der wahr mich sprechen heißt.

Da Frühroth aufstieg, sah ich ihn erscheinen.

Den Nnglückseeligen als irren Geist.

Ein grausig Schauspiel, ein Gesicht zum Weinen,Das Gottfrieds künft'ge Bosheit uns beweist.

Ich sah ihn o, es war kein Traum, dies Grauen.Wohin ich blicke, immer muß ich's schauen.

69 .

Was thun wir jetzt? Soll, die vom MeuchelmordeNoch blutig und beschmutzt ist, jene HandUns ferner leiten? Gehn wir zu dem BordeDes Euphrat hin, dem üppig reichen Land,

Bewohnt von einer weibisch weichen Horde,

Wo Stadt und Dörfer blühn am fruchtbar» StrandSie blühn auch uns. Ja, dorthin laßt uns ziehen.Der fränkischen Gesellschaft zu entfliehen.

70 .

So laßt uns gehn, und wenn ihr's gut so findet,Bleibt ungerächt auch jenes edle Blut;

Obgleich, war' euer Tugendmuth entzündet.

Der ganz erschlafft scheint und im Schlummer ruht,