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Achter Gesang.
60 .
Sie zeigt ihm einen Rumpf, dem abgeschlagenVvm rechten Arm die Hand wie auch das Haupt,
Die Linke muß den bleichen Schädel tragen.
In dessen blulbeschmutztcm Haar sie klaubt.
Nach athmend scheint das Todtenbaupt zu sagen,Indem cs Blut vergießt und röchelnd schnaubt:
Flieh', Argillan! Wird Dirs nicht klar? O siehe!
Das Lager flieh', den grausen Fcldherrn fliehe!
61 .
Wer sichert euch vor Gottfrieds List und GrollenIhr theuern Freunde, da er mich erschlug?
Des Bösen Seele sinnt, von Neid geschwollen.
Euch zu ermorden, meuchlings und voll Trug.
Doch wohnt in deiner Brust noch edles Wollen,
Lebt in Dir Männertugend sonder Lug,
Dann fliehe nicht! dann nicht! zur Sühnung wascheMit des Tyrannen Herzblut meine Asche!
62 .
Ich bin mit Dir, und leb' in Herz und Händen —
Des Eisens Schatten und des Zornes Magd. —Sprach's, und der Hauch schien seinen Kleist zu wendenZu jäher Wuth, die nichts mehr weiß und fragt.
So springt er auf; es glüht gleich wilden BrändenVon Zorn und Gift sein Aug', das kreisend jagt.Bewaffnet, wie er ist, ruft er im LaufenUm sich herbei Italiens Kriegerhaufen.
Er führt sic hin, wo aufgehangen warenNinaldo's Heldenwaffen, und er sprichtMit lauter frecher Stimme zu den Schaaren,Indem aus jedem Wort sein Ingrimm bricht: