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1 (1854)
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Achter Gesang.

IS.

Der Kampf ist ungleich, aber ohne WankenSteht unsre kleine Schaar der llcbcrzahl;

Von blinden Streichen siebt man Manchen schwanken,Und Mancher fühlt im Dunkel Todesqual.

Allein die Zahl der Tvdten und der KrankenKennt keiner in den Schatten trüb und fahl;

Die Nacht bedeckt die Todten, uns verloren.

Und unsre Heldcnthaten, auserkoren.

io.

Nur Sveno sieht man fechten, und sich schirmen.

Denn zu gewaltig ist es, was er thut;

Im Dunkel selbst siebt man ihn streiten, stürmen.Unglaublich scheint die ungemesinc Wuth,

Und ihn umgiebt gleich Gräben und gleich ThürmcnEin Berg von Leichen und ein Strom von Blut.Wohin er geht und sich die Augen wenden.

Lebt Schreck im Blick und Tod in seinen Händen.

20.

Sv kämpften wir in unverkürzter DauerBis rosiges Frühroth stand am Himmels Rand;

Doch als, die in sich barg des Todes Schauer,

Mit ihrem Grau'n die dunkle Nacht entschwand.

Ward uns ein Anblick voller Leid und Trauer;

Da beim ersehnten Lichte wir erkannt.

Das, unser ganzes Volk fast aufgcriebcnUnd wenig von den Unfern übrig blieben.

21.

" Kaum Hundert von Zweitausend. Als umflossenSo viele Leichen ganz von Blut er schaut.

Ich weist nicht, ob der Wehmuth bang erschlossenSich nun sein Herz, ob es dem Starken graut.