Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
195
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Siebenter Gesang.

iru.

Durch diesen Sturm weicht auch der rechte Flügel,

Und Niemand trotzt dem Drängen als Argant;

Die Andern sliebcn,mit verhängtem Zügel,

Von Furcht gepeitscht, dem Freien zugcwandt!

Er hält und steht mit trutz'gem Blick in: Bügel:

Mit hundert Armen und in jeder Hand

Links einen Schild und rechts ein Schwert, — wer machte

Wohl je so viel, alc jetzt Argant vollbrachte!

irr.

Die Lanzen hält er aus, die auf ihn fielen,

Wurfspieße, Keulen und der Rosse Drang,

Da er allein, wo Alle auf ihn zielen,

Nach jeder Seite seine Waffe schwang.

Voll Schweis; und blutend, scheint cr's kaum zu fühlen.Das; Leib und Waffen schon an Wunden krank,

Doch ist er so bedrängt, so eng umrungen.

Daß es ihn fvrtreißt, und er weicht gezwungen.

112 .

Er weicht der Ucbermacht und dem Gcwüthe,

Der Sündftuth, diesibn drängend mit sich reist.

Doch Flucht lebt nicht im Gange und GcmütheDes Mannes, dessen Herz und Arm so dreist.

Noch aus dem Auge, welches schrecklich glühte.

Blitzt drohend des gewohnten Zornes Geist;

Zu halten sucht er noch durch alle Proben— Doch isl's umsonst — sein Volk, das rings zerstoben.

IIS.

Ja, nicht einmal gelingt es jenem Kecken,

Zu sammeln und zu mäß'gen diese Flucht,

Nicht Kunst noch Zügel hemmt den jähen Schrecken,Umsonst wird Bitte, wird Befehl versucht.