Druckschrift 
1 (1854)
Entstehung
Seite
194
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Siebenter Gesang.

Nur Raimund sucht er; i» der ganzen MengeGilt ihm sein Zorn und seine Wuth allein.

Und wie beim gicr'gcn Wolf, ist cs sein Wille,Daß sein Geweldc ihm den Blutdurst stille.

107 .

Doch tapfrer Widerstand tritt ihm entgegen.Schwer wird's ihm, bis den Weg er finden kann,Guido und beide Gerbard's hier sich regen.

Mit Balmavilla's Rüd'gcr kommt Ormann.

Als er im Weg sich sieht die tapfer» Degen,

Da weicht und wankt er nicht, stürmt trotziger an;Wie eingepreßte Flammen kühn sich regenlind lodernd alles dann in Asche lege».

ros.

Es fällt Ormann, Guidos Wunden blutenUnd Rüd'ger liegt am Grund im Todcsschweiß;Doch neue Schaaren sind's, die ihn umsluthen.Von Wehr' und Menschen rings ein dichter Kreis.Auf beiden Seilen flammen gleich die GluthcnDes Kampfs, die jeglich Volk zu schüren weiß,D'rum ruft den Bruder Gottfried auf die SeiteUnd spricht zu ihm; Nun führe deine Leute

ros.

Zum linken Flügel, wo im blutigen MordenDie Schaar der Unfern mit den Heiden ficht!Der stürmt hervor und faßt der Feinde HordenMit mächt'gcm Stoß, der ihre Flanke bricht.

Da, vor der Franken Angriff schwach geworden,Stehn Asiens wilde Volker länger nicht:

Gesunkne Fahnen rings, zerstreute Glieder,

Und auf den Reiter stürzt das Roß danieder!