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Siebenter Gesang.
Gleich jenen stolzen, goldbeglänzten Schlangen,
Wenn neue Haut im Sonnenstrahl sie schmückt.
Mehr hat, ais Andre, Gottfried ihn erhoben,
Und prophezeiht ihm Sieg mit lautem Loben.
72 .
D'rauf lös't er seinen Degen von der SeiteUnd reicht ihm diesen mit den Worten dar:
Dies ist das Schwert, das in so manchem Streite,Der Schutz des fränkischen Empörers war.
Ich nahm sein Leben, das von Schuld entweihte.
Und mit Gewalt gewann ich's und Gefahr;
Nun führe Du's, mir half es stets zum Siege,
Sei giücklich, so wie ich, mit ihm im Kriege.
7S.
Von ihrem Zögern wird der SaraceneSo ungeduldig, das; er droht und schreit:
O, kriegerisch Volk, Europa's stolze Sohne,
Es ruft ein einz'ger Mann euch auf zum Streit.Tancred mag kommen, daß ich ihn verhöhne.
Der so vertraut der eigenen Tapferkeit!
Er dehnt sich wohl auf weichen: FederbetteUnd harrt der Nacht, daß wieder sie ihn rette?
74.
Ein Andrer komme, bangt ihm vor Gefahren!Kommt rvttenweis, zu Fuß, zu Pferd, heran.
Wen» nicht ein Einziger sich aus tausend SchaarenErkühnt mit mir zu kämpfen Mann für Mann;Dort ist das Grab, in dem sie ihn bewahren,Mariens Sohn, was geht ihr nicht voran?
Löst die Gelübde, schaut, der Weg ist offen.
Welch' grvß're That hat euer Schwert zu bvffcn? —