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1 (1854)
Entstehung
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181
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Siebenter Gesang.

181

61 .

Der Frieden mag in meinem Lager blühen,

In Ruh' und Muße schaut nun meine Schlacht!

Reicht mir die Wehr! zum Kampfe will ich ziehen! —Die Rüstung wird im Nu herbeigcbracht.

Doch Raimund, dem das Alter Rath verliehen,

Gereist im Geist, an Jahren wohlbedachtUnd frisch an Kräften noch in jeder Weise,

Den Ersten gleich, der tritt nun vor im Kreise.

ss.

Auf Eines Haupt das ganze Heer zu wagen —

Spricht er ihm zugewandt — das darf nicht sein!

Des Kampfes Lasten müssen Alle tragen.

Doch du bist Führer, Krieger nicht allein.

Durch Dich wird Babels Reich zerstört, zerschlagen.

Der Glaube ruht auf dir, die Macht ist Dein,

Du kämpfe mit dem Scepter und dem Geiste,

Auf daß des Kriegers Schwert das Seine leiste.

o».

Und ich, ich will den Kampf jetzt unternehmen.

Obgleich das Alter meinen Rücken bückt.

Es soll der Greis sich drr Entschuldigung schämen,Selbst wenn der jüngre Mann das Schwert nicht zückt.O, möchte mich die Jugcndkraft durchströmen,

Wie euch, die ihr euch furchtsam schmiegt und drückt.Und euch nicht schämt, und nicht vom Zorne lodert.

Da jenes Schmäh'» und Schrein zum Kampfe fvdcrt:

S4.

Wie mich, als ich am Hof Konrad des Zweiten— Ganz Deutschland sah's — gewagt, im WaffengangMit jenem wilden Leopold zu streite»,

Dem tötend in die Brust mein Eisen drang.