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1 (1854)
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Siebenter Gesang.

Versammelt ist schon mit den FürstcnsöhiicnDer Christen Führer in dem Hauptgczelt,

Dort ruft der Herold auf zu Kampf und Fehden,Wer kämpfen will, zuerst jedoch Tancreden.

58 .

lind nun schaut Gottfried, Zweifel im Gcmüthc,

Voll Ernst und langsam, in dem Kreis umher,

Doch Keinen, wie sein Blick auch späht' und glühte,Sieht er dem Feind gewachsen in dem Heer.

Ihm fehlt der tapfcrn Rittern beste Blüthe,

Von Tancrcd bringt nicht Einer neue Mähr,

Weit weg ist Bvhcmund, und nicht zu HändenDer Heldenjüngling, der erschlug Gernandcn.

Auch Mancher von den Besten dieser SchaarcnWagt, außer den vom Loos bestimmten Zehn,

Da sie verdeckt von Nacht und Schweigen waren.Der trügrischcn Armida nachzugehn.

Viel wen'ger kräftig und im Streit erfahren.

Sieht man beschämt und stumm die Andern steh'n,Und so verzagt ist das Gefühl für Ehre,

Daß Keiner sucht, wie er den Ruhm vermehre.

6 ».

Am scheuen Blick, am Schweigen aller ZungenSieht gleich der Herr, wie sic die Furcht umflicht;Von edlem Zorn wird da sein Herz durchdrungen,Vom Thron erhebt er sich behend und spricht:Unwürdig wäre wohl mein Ruhm verklungen,Wagt ich in solchem Kampf mein Leben nicht,

Und duldet' ich, daß ein verruchter NeckeDes Heidenvolks der Christen Ruhm beflecke.